#Google @unihh – Review

(Screenshot vom Twitteraccount @unihh)

Dieser Tweet der Uni-Hamburg weckte meine Neugier. Der enthaltene Link verriet, dass der volle Titel des Vortrags von Dr. Nelson Mattos, Vizepräsident für Entwicklung in Europa, Mittlerer Osten und Afrika,  „The Future of the Web: Opportunities & Challenges“ sei und wohl im größeren Zusammenhang von „IT-Innovation kontra Datenschutz“ präsentiert würde, was wohl der Name der zugehörigen Ringvorlesung ist. Spätestens dieser Abschnitt der Ankündigung

„Dennoch bringt diese Entwicklung auch Schattenseiten mit sich: Verstöße gegen den Datenschutz und Urheberrechte oder auch Missbrauch durch Betrug und Spam. Mattos wird insbesondere informationstechnische Alternativen zu regulativen oder gesetzgeberischen Eingriffen vorstellen, um Nutzern eine größere Kontrolle über Informationen zu geben und gleichzeitig Spielräume für künftige Innovationen im Internet zu eröffnen.“

sorgte dafür, dass ich dachte, dass es interessant werden könnte und eine Teilnahme sich vielleicht lohnt.

Im Auditorium stellten die „Profinerds“ des Studiengangs „IT-Management und Consulting“, der immerhin eingeladen hatte, ein klare Minderheit.  Auch wenn bei Leibe nicht alle 622 Plätze des ESA1/A besetzt waren, erstaunte es doch, dass bei so einer Veranstaltung nicht einmal eine Handvoll Laptops auszumachen war. (Einer von ihnen gehörte @KI_HH, der, so wie @agentorange, @avatter und ich, von der Veranstaltung twitterte.)

Der Vortrag sollte einen Bogen spannen von der Evolution des Internets, über eine Bestandsaufnahme der Gegenwart und, anknüpfend an daraus resultierenden Chancen und Risiken, bzw. Bedürfnissen der User, Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft präsentieren. Nun, die Evolution des Internets, was soll ich sagen; damit hab ich mich auch schon mal beschäftigt. Wie sich später herausstellte schien sowohl der Abriss der Geschichte, als auch die „Tiefe“ in der dies geschah, dem Publikum angemessen. Die Gegenwart und die Bedürfnisse der User und vor allem die Lösungsmöglichkeiten lässt sich mit diesem Tweet von @agentorange zusammenfassen:

Aber hey, gebt dem Volk, wonach das Volk verlangt. So verlangte bei dem anschließendem „Question & Answers“ ein Arne von Heesen Look-A-Like  erst zu wissen, warum Google noch kein Betriebssystem anböte. Als Mattos ihm erklärte, dass es dies bereits mit Google Chrome OS gebe, wollte dieser Nixblicker aber im Gespräch bleiben und „fragte kritisch nach“, warum Google dieses Produkt nicht so bewerbe, dass auch er davon erfahren habe. Ich befürchte, dass die Antwort „Nun, es ist noch im Beta-Stadium. Wenn es ausgetestet ist werden wir es sicherlich breiter präsentieren.“, den jungen Mann etwas überforderte, denn kurz darauf verließ er die Veranstaltung, als die Aufmerksamkeit sich auf die andere Seite des Hörsaals verlagert hatte. Ansonsten lässt sich di Fragerunde so zusammenfassen:

(ACHTUNG SELBSTBEWEIHRÄUCHERUNG ;))

Meine Fragen bezogen sich hingegen zum einen darauf, wie Google mit einem Vorfall wie diesem hier umgehen würde und warum Google statt mit YouTube-ID bzw. dem wesensgleichen Audio-ID ein Urheberrecht von vor zwei Jahrhunderten zuarbeitet, anstatt Creative Commons zu pushen und damit Gegenwarts-/Zukunftsarbeit für das Internet und Nutzerinteressen zu machen. Auf beide Fragen verwies Mattos zunächst auf jeweils geltende Gesetze. Zur ersten Frage ist dieser Google-Service recht interessant. All zu tief wollte Mattos (oder konnte in diesem Rahmen) aber darauf nicht eingehen. Zur zweiten Frage verwies er immerhin darauf, dass dies primär ein europäisches Problem sei, welches, im Vergleich mit US-Urheberrecht, ziemlich innovationshemmend sei.

Original und unverfälscht hier der Mitschnitt von Lecture2Go:

Vodpod videos no longer available.

(Original mit Kapitel Option)

~ von evolusin - 2011.Januar 22.

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