Paradigmenwechsel – Bildung im 21. Jahrhundert

(via @Soeren_S)

Das folgende Video zeigt eine fantastisch animierte Passage eines Vortrags von Sir Ken Robinson vor der RSA zum Thema Paradigmenwechsel in der Bildung. Abgesehen von dem regionalen Beispiel (USofA) läßt sich der Inhalt meiner Meinung nach Problemlos auf das Bildungssystem in der BRD übertragen. Für die interessierten habe ich das Video mit dem gesamten Vortrag dahinter eingebettet.

~ von evolusin - 2010.Dezember 3.

3 Antworten to “Paradigmenwechsel – Bildung im 21. Jahrhundert”

  1. Liebe Evolusin:
    Jetzt wird etwas klarer, warum Sie den Blogeintrag von Frau Freitag http://fraufreitag.wordpress.com/2010/12/02/einsatz-moderner-medien-im-unterricht-fetzt/ schockierend fanden. Als Studentin der Sonderpädagogik fehlt Ihnen ja noch jede Erfahrung in der Schulwirklichkeit. Ihre Themen hier sind sicher recht interessant und am Puls der Zeit, aber eben eher für Hausarbeiten und Bildungspolitiker interessant – nicht so sehr für Lehrer. Besonders nicht für solche, die ganz grundsätzlichen Problemen wie fehlender Disziplin, schlechten Deutschkenntnissen, Gewalt, Rassismus, desinteressierten Eltern usw. gegeüberstehen. Die sind bei Frau Freitag besser aufgehoben, als bei einer politisch korrekten Sonderpädagogin, die in kleinen Gruppen mit mehreren Lehrkräften in der Klasse arbeiten kann. Besuchen sie doch einfach mal eine Brennpunktschule in einer Großstadt, bevor Sie sich Gedanken zur Arbeitsweise anderer Lehrer machen.
    Zudem sind, wie sie es mit „publikumswirksam“ richtig vermuten, auch die Leser, die unterhaltende Geschichten lesen wollen, bei Frau Freitag besser aufgehoben. Und für diese Geschichten mache ich jetzt hier einfach auch mal Werbung, wie sie es für sich auf Frau Freitags Blog getan haben.
    Dennoch wünscht Ihnen alles Gute für Ihren Blog, Ihr Studium und Ihre Zukunft als Lehrerin
    Frank

    • Ich paste hier jetzt einfach mal den Kommentar, den ich zu Fr. Freitags letztem Artikel geschrieben habe:

      Mal so grundsätzlich:
      1) Ich finde es erstaunlich, dass mein Name solche Probleme bereitet, kann damit aber durchaus leben.
      2) Ich bin ein Typ (warum hat sich bloß die Meinung hier etabliert, dass ich ne Frau bin)
      3) „…, dass sich Schüler so verhalten. So bescheuert, so abartig, so politisch unkorrekt, so antisemitisch, so dumm und hirnlos. Wer glaubt denn, dass es wirklich solche Schüler gibt?“
      Ich weiß, dass es solche Schüler gibt, denn ich hab solche Schüler erlebt.
      Seit meinem Zivildienst im Schuljahr ´99/´00 arbeite ich pädagogisch, habe inzwischen eine abgeschlossene Ausbildung als Heilerzieher, habe fünf Jahre eine Klasse für schwerstbehinderte Kinder geleitet und dreimilliardenweiterepraxiserfahrungendieichhiernichtalleauflistenwill. Punkt ist, ich bin nicht so Praxis fern, wie mir hier unterstellt wird, auch wenn mein Kernklientel und Arbeitsrahmen natürlich von dem von Fr. Freitag abweicht.
      4) Ich bin auch an der Uni durchaus auch dafür bekannt, dass ich dort mangelnden Praxisbezug beklage, Systemkritik äußere (z. B. zum Thema ein Computer auf 34 Schüler) und davor warne bestimmte Rollencliches zu reproduzieren (oder warum finde ich hier auf den ersten Blick keine deutschen Schülernamen😉 )
      5) Ich bin kein Gutmensch, lebe kein Helfersyndrom aus und bin ganz sicher kein Säuselpädagoge und wollte ich auch nie sein. Stattdessen habe ich im öffentlichen Dienst allerdings eine Auszeit genommen (und freue mich, dass ich diese Möglichkeit habe), weil mein Unmut über die Rahmenbedingungen dazu führte, dass ich den Schülern nicht mehr so begegnete wie ich das gerne wollte. Ich hoffe, dass bei den Pädagogen die hier schreiben/lesen aus diesem Spass nicht irgendwann, unbemerkt ernst wird. Selber verfüge ich eher über einen abgrundtief, schwarzen Humor und bin selber oft ironisch bzw. zynisch. Diese drei Dinge haben aber nichts mit respektlos und diffamieren zu tun, wie es in diesem Blog oft der Fall ist.

      Ich könnte noch eine Weile so weiter schreiben, da es mir allerdings jetzt nur darum ging eine bessere Einschätzung meines letzten Kommentares zu ermöglichen beende ich an dieser Stelle die Topics zu meiner Person.

      Das sich hier Sender/in und Leser einig sind ist natürlich schön; gesucht und gefunden! Aus diesem Grund will ich beide auch nicht weiter mit meinen Kommentaren stören (außer in diesem und nur diesem Thread) und hoffe damit sämtliche Befürchtungen zerstreut zu haben, die Gutmenschen und Nörgler könnten wie marodierende Horden über diesen Blog herziehen.

      Allen die dies lesen einen schönen Schulalltag!

    • Hallo, evolusin,
      das, was Sie posten, die beiden Videos, treffen genau das Problem der Schule, und insbesondere der deutschen. Frau Freitag und ihre Gefolgschaft scheint es nicht zu betreffen, dass disziplinarische Schwierigkeiten etwas mit Unterrichtsmethoden und dem gesamten System zu tun haben. Aus meiner Praxis im Schulsystem kann ich nur sagen, dass es sehr darauf ankommt, wie der Unterricht angelegt ist und ob man die Schüler dort abholt, wo sie stehen. Aus den Videos, die Sie gepostet haben, geht klar hervor, dass konventioneller Unterricht den sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen, in denen er stattfindet, nicht mehr im geringsten entspricht. Diese Videos sind ja auch humorvoll und durchaus kritisch, aber erstens müsste man, um sie zu verstehen, der englischen Sprache mächtig sein und zweitens Pädagogik differenziert betrachten können. Beide Voraussetzungen fehlen wohl dem größten Teil der Leserschaft des Blogs von Frau Freitag. Vonmir aus also ein großes Lob für Ihre Arbeit hier in Ihrem Blog. Schade nur, dass Sie mich mit dieser Meute allein lassen wollen.😉

      @ Frank:
      Was ist eigentlich verkehrt an „politisch korrekt“? Es gibt viele alteingesessene Pädagogen, die evolusins Kritik am Schulsystem überhaupt nicht „politisch korrekt“ empfinden. Zynisch mit den Opfern dieses Schulsystems umzugehen, ist nicht nur nicht „politisch korrekt“, sondern schäbig und unanständig. Die Tatsache, dass man so eine große Leserschaft aufbauen kann, ist nicht nur populistisch, sondern zeigt, dass man sich mit den eigentlichen Problemen nicht auseinandersetzen will und deshalb anders Denkende von vornherein ausgrenzt.

      Ich habe an Schulen in Brennpunkten Berlins unterrichtet. Und ich kenne den Umgangston. Deshalb weiß ich, dass es genügend frustrierte Lehrer gibt, die zynisch werden, anstatt nach Möglichkeiten zu suchen, wie man Unterricht interessant und gewinnbringend für die Schüler zu gestalten. Niemand sagt, dass es einfach ist, das zu tun. Aber jeder weiß, worauf er sich einläßt, wenn er diesen Job beginnt. Zynismus ist das verkehrte Mittel und schafft einem selbst als Lehrer alles andere als Erfolgserlebnisse. Es ist nichts weiter als das, was uns dort vorgeworfen wurde: Jammerei über die schlechte Welt.

      Zu gegebener Zeit werde ich das auf Frau Freitags Blog auch noch einmal verdeutlichen.

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