Whiteboard, Smartboard, Boardboard – digitale Tafeln

Vor Kurzem habe ich einen Workshop des mms der Uni-Hamburg zu interaktiven Tafeln besucht. Was das ist? Auf ihnen wird nicht mehr mit Kreide geschrieben, sondern sie sind eine Kombination aus an der Wand hängendem Touch-Screen und Whiteboard. Entsprechend war die Veranstaltung auch mit „Das Ende der Kreidezeit“ betitelt.
Verschiedene Modelle konkurrieren am Markt; das Prinzip ist aber stets ähnlich bis identisch. Durch spezielle (infrarot) Stifte und/oder per Hand, kann auf die präsentierten Inhalte zugegriffen werden und Ergänzungen hinzugefügt werden. Dabei stehen sowohl alle Funktionen eines normalen Computers (mit Internetanschluss) zur Verfügung, als auch spezial Programme, die auf die haptische Manipulation ausgerichtet sind. In jedem Fall und bei jedem Modell gilt: kalibrieren, kalibrieren, kalibrieren; sonst arbeitet man schnell neben der Spur! In der Regel ist dies über wenige Klicks erledigt.

  • Das Dualboard ist zum Beispiel (der Name deutet es an) das einzige Modell, an dem zwei Personen gleichzeitig arbeiten können.
  • Das eBeam Whitboard zeichnet sich dadurch aus, dass ein mobiles System auf jedes normale Whiteboard aufgesetzt werden kann.
  • Das Modell von Promethean besteht aus einem Kurzdistanzbeamer (wenig/keine störenden Schatten) auf einem höhenverstellbaren Gestell.
  • Die hamburger Bildungsbehörde hat sich flächendeckend für das Smartboard entschieden, so dass die meisten Schulen mindestens eines besitzen oder sogar in jeder Klasse ein Smartboard zu finden ist. Wer in Hamburg Lehrer werden möchte ist also gut damit beraten sich mit diesem Modell einmal zu beschäftigen. Das Smartboard ist das einzige, auf dem man mit der Hand schreiben kann, worin ich gerade für den sonderpädagogischen Bereich große Vorteile sehe. Aus dem gleichen Grund sehe ich uch große Vorteile für den Primarbereich.

Nun sind diese Interaktiven Tafeln in der Regel recht teuer. Eine günstige Do-It-Yourself-Alternative (mit dem Bonusfeature Multitouch!) hat Johnny Chung Lee entwickelt.

„You get 80% of the way there for 1% of the costs!“

(J. Lee @ TED/Video)

In dem folgenden Video zeigt er wie man mit einem normalem Beamer, einer Wii-Remote, einem IR-Stift (hier eine günstige Anleitung zum Selberbauen von ePush) und seiner Software (kostenloser Download) günstig und einfach sein eigenes Smartboard baut.

Bleibt abzuwarten, wie sich Activeboards behaupten, wenn die Preise für Multitouch-Displays á la Microsofts Surface in den Keller gehen.

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~ von evolusin - 2010.April 27.

2 Antworten to “Whiteboard, Smartboard, Boardboard – digitale Tafeln”

  1. […] mein Interesse geweckt hatte. Der Artikel handelte dann aber nicht von innovativen Konzepten mit Smartboard oder Twitter, sondern davon, dass die Autorin beschrieb, wie sie einen Schüler disziplinierte, […]

  2. […] Form, die in meiner ISP-Klasse oft auch Vorbehalte auslöst, sondern am SMART-Board. Nach einem Worshop an der Uni wollte ich nun in den Praxistest. Dafür hatte ich nicht nur die Nachbarklasse, wo die digitale […]

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