Vom Rascheln zur Ruhe im Blätterwald – das Zeitungssterben im 21. Jahrhundert

Kleine, barfüßigen Jungen mit Ballonmütze, die marktschreierisch „die jüngsten Ereignisse“ Yesterday-News auf, vor Druckerschwärze triefenden, Papierbögen anbieten sind verschwunden. Das von ihnen feil gebotene Produkt wird es ebenfalls tun. Die digitale Evolution stellt per Blogs, Homepages und Onlinepräsenzen Today-News Now-News bereit, die von dem Zeitungsjungen des 21. Jahrhunderts, dem RSS-Feed/RSS-Reader, an den Leser gebracht werden.  Die Echtzeitversorgung mit Informationen und die Möglichkeit, diese verlagsunabhängig in Beziehung zueinander zu setzen ist, zusammen mit dem Fernbleiben von Druckerschwärze an den Fingern, und der Tatsache, dass ich per Smartphone & Co. die Information immer und überall erhalte und nicht erst los muss um mir eine Zeitung zu kaufen der Grund dafür,dass die Zeitungen

„sich schon zum zweiten Mal in diesem Jahrzehnt gegen rückläufige Anzeigenmärkte – insbesondere bei den extrem wirtschaftsabhängigen Stellenanzeigen – und darüber hinaus gegen sinkende Abonnenten- und Käuferzahlen behaupten“ müssen.(Quelle:Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. )

Dies führt in den letzten Jahren nicht nur zu Umstrukturierungen in den Verlagsbelegschaften und Portfolios, sondern auch zu der Suche nach neuen Geschäftsmodellen. Viele sehen in dieser Entwicklung bereits das Ende des Qualitätsjournalismus, der, da z.B. auf ein internationales Korrespondentennetz angewiesen, nun einmal Geld koste. Der Wechsel von einem Print- zu einem Onlineangebot würde allerdings auch bedeuten, dass die großen Verlagsgebäude und die gigantischen Druckerpresse-Straßen genau so wie die Materialkosten obsolet würden. Ein Punkt, der bisher wenig reflektiert wurde. Satt dessen wird hüben wie drüben des Atlantiks   auf Paid-Content Modelle als Heilsbringer gesetzt. Das bedeutet, dass bestimmte Inhalte des Onlineangebots dann nur noch über kostenpflichtige Abos oder so genannte Micropayments verfügbar sein werden. Persönlich glaube ich ja nicht, dass das funktionieren wird, sondern das die Verlage eine ähnliche Bauchlandung wie die Musikindustrie hinlegen werden, wenn ihre Bemühungen sich statt auf neue Konzepte, auf Besitzstandwahrung beschränken.  Große Hoffnungen liegen auch auf Apples iPad und seinen Konkurrenten. Neue usability soll alte Kunden bei Laune halten neue Werbe- und Abo-Kunden generieren. Wie sich Inhalte mittels verschiedener Medien aufbereiten und präsentieren lassen, zeigt das Wired Magazine:

Share

<object id=“flashObj“ width=“404″ height=“436″ classid=“clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000″ codebase=“http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=9,0,47,0″><param name=“movie“ value=“http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/1813626064?isVid=1&publisherID=1564549380&#8243; /><param name=“bgcolor“ value=“#FFFFFF“ /><param name=“flashVars“ value=“videoId=66775419001&playerID=1813626064&domain=embed&“ /><param name=“base“ value=“http://admin.brightcove.com&#8220; /><param name=“seamlesstabbing“ value=“false“ /><param name=“allowFullScreen“ value=“true“ /><param name=“swLiveConnect“ value=“true“ /><param name=“allowScriptAccess“ value=“always“ /><embed src=“http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/1813626064?isVid=1&publisherID=1564549380&#8243; bgcolor=“#FFFFFF“ flashVars=“videoId=66775419001&playerID=1813626064&domain=embed&“ base=“http://admin.brightcove.com&#8220; name=“flashObj“ width=“404″ height=“436″ seamlesstabbing=“false“ type=“application/x-shockwave-flash“ allowFullScreen=“true“ swLiveConnect=“true“ allowScriptAccess=“always“ pluginspage=“http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash“></embed></object&gt;

~ von evolusin - 2010.März 23.

3 Antworten to “Vom Rascheln zur Ruhe im Blätterwald – das Zeitungssterben im 21. Jahrhundert”

  1. […] Er erzählt sowohl reflektiert, als auch pointiert, anhand seiner eigenen, journalistischen Entwicklung, von  möglichen Perspektiven und dem gegenwärtigen Stand in der Nachrichtenvermittlung. […]

  2. […] der Musik knipst nach und nach Youtube aus und arbeitet auch sonst mit frei erfundenen Zahlen, die Zeitungsverlage klammern sich an das iPad, wie ein Ertrinkender an einen Rettungsring und die Filmproduktionsfirmen klagen, trotz […]

  3. […] ist von mir hauptsächlich wegen seines Paid-Content-Modells nicht verlinkt […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: