Hamburgs Schulreform beschlossen

Schulkinder(Foto von Eva Freude)

Seit gestern Abend (Mittwoch den 09.10.2009) in der hamburger Bürgerschaft abgestimmt wurde, ist die Schulreform in der Hansestadt beschlossene Sache.  Der schwarz-grüne Senat, unter dem ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und seiner Stellvertreterin und Bildungssenatorin Christa Goetsch (GAL), entschied sich damit für sechs Jahre gemeinsames Lernen und einer anschließenden Aufteilung in Stadtteilschule und Gymnasium. Dieses Modell bewarb von Beust bereits im Vorfeld auch gegenüber anderen CDU-Ministerpräsidenten (mehr). In Hamburg selber war die Reform allerdings nie ein Selbstgänger, ist sie doch, genauso wie die Koalition selbst, ein Kompromiss aus zwei sehr unterschiedlichen Positionen. Wohl eher aus Gründen der Besitzstandwahrung hat der Sprecher der Initiative „Wir wollen lernen„, Walter Scheuerl, angekündigt über den Weg eines Volksbegehrens und anschließendem Volksentscheid, die Reform zu stoppen (mehr).

Bedauerlich ist, dass weder in dem gescheiterten GAL-Ursprungskonzept „Eine Schule für alle„, noch in der jetzt beschlossenen Version, Förder- und Sonderschulen Berücksichtigung finden. So wird auch weiterhin an der Ausgrenzung von sozial Benachteiligten festgehalten.

Keine Reform ist aber ganz sicher keine Lösung, denn der Status Quo darf keiner weiteren Generation zugemutet werden.

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~ von evolusin - 2009.Oktober 8.

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