Hamburger Schulreform

(via bildungsklick.de)

Am 15. September stellte Bildungssenatorin Christa Goetsch zu Beginn des Schuljahres 2009/2010 in einem Brief (.pdf) den geplanten Ablauf der Hamburger Schulreform vor.

Nachdem zu Beginn kurz auf die Asbestproblematik in den Turnhallen eingegangen wird, erklärt sie, dass „im August 2010 […] dann die konkreten Veränderungen in den Klassenstufen 1, 4 und 7“ starten.

Erstklässlern dieses Jahres werden kleinere Klassen, individueller gestalteter Unterricht, ein Englischangebot und differenziertere Rückmeldungen zu den erbrachten Leistungen für Kinder und Eltern versprochen. [Die ersten beiden Punkte müssten dann wohl zu einer Einstellungswelle im Bildungsbereich führen.]

Die Viertklässler von 2010 sollen die zusätzlichen Fächer „Naturwissenschaften und Technik sowie Gesellschaft“ bekommen. Außerdem sollen „Fachlehrkräfte aus den weiterführenden Schulen“ vermehrt eingesetzt werden.

Wer 2010 in die 7. Klasse kommt kann „von den neu entstehenden Profilen der Schulen profitieren“ [Was immer das dann im Einzelfall bedeuten wird.], erhält individuelle Förderung statt Sitzenbleiben und bekommt „erweiterte Leistungsrückmeldungen und -bewertungen.“ [Wenn das Sitzenbleiben schon abgeschafft wird, könnte, im holzkampschen Sinne, auch gleich auf Notengebung verzichtet werden.]

Für diese drei Jahrgänge gelten ab dem Schuljahr 2010/11 überarbeitete Bildungspläne, eine neue Kontingentstundentafel sowie überarbeitete Prüfungsordnungen. Auch hier werden Sie viel Bekanntes, aber auch einiges Neue finden. Die Entwürfe dafür werden voraussichtlich Anfang 2010 vorliegen.

Gerade dieser letzte Absatz lässt mich als Student der Uni-Hamburg mit Bestürzung daran denken, wie der Bachelor eingeführt wurde, der wohl nicht zuletzt wegen sehr viel Bekanntem plus einigem Neuen fast unstudierbar ist, sowie dem Master, dessen Struktur nach wie vor verhandelt wird.

Es wird sich wohl Lohnen immer mal wieder www.schulreform.hamburg.de zu besuchen um sich über Hintergründe, Intentionen und aktuellen Entwicklungsstand zu informieren. [Leider gibt es keinen Feed.]

neue-schulstruktur-infographik(Grafikquelle: http://www.schulreform.hamburg.de/)

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Schulleitungen, Lehrerinnen und
Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Eltern
sowie Sekretariate, Hausmeister und Betriebsarbeiter
aller staatlichen Schulen und
Schulen in freier Trägerschaft in der Freien
und Hansestadt Hamburg

~ von evolusin - 2009.September 20.

4 Antworten to “Hamburger Schulreform”

  1. […] Das Aktionsbündnis „Wir wollen lernen“ hat bei seinem Bestreben, die hamburger Schulreform zu stoppen, das erste Etappenziel erreicht. Mit 184.500 Unterschriften dürfte, selbst bei einigen […]

  2. […] Hamburger Schulreform pt.2 Seitdem die Besitzstandswahrer von Wir Wollen Lernen die Verhandlungen mit dem Hamburger Senat abbrachen, kommt kontinuierlich Bewegung in die Bildungsdebatte in der Hansestadt. Die erste Sensation war ein so genannter fraktionsübergreifender Schulfrieden. Regierungskoalition und Opposition werben gemeinsam für die Schulreform. […]

  3. was könnte man in einer Schuülerzeitung über dieses Thema schreiben? Wie könnte ich Leser/innen gute Informationen geben?!

    • Einen Artikel in einer Schülerzeitung würde ich aus der Perspektive von Schülern schreiben. Was findet Ihr an der gegenwärtigen Schulsituation gut und was nicht. Anschließend schaut ihr, welche Veränderungen (max. 23 SchülerInnen/Klasse, Abi in 12/Gymnasium oder 13/Stadtteilschule Jahren, Abschaffung Büchergeld, kein Sitzenbleiben mehr, …)kommen/kämen und was sich dadurch an Eurer Schule ändern würde.

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