Pressespiegel: Uni-Präsidentin, Wissenschaftssenatorin, Hochschulrat, ASTA

Im gestrigen Beitrag zu den Irrungen und Wirrungen an der Hamburger Uni war ja bereits vom Auflösungsvertragsangebot berichtet worden.

Dieses Angebot der Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach fand der Hochschulrat überhaupt nich lustig, wie er auch sofort in seiner Presseerklärung verlauten ließ. Es darf vermutet werden, dass der Hochschulrat um die eigene Position fürchtet.

Und siehe da, bereits gestern Abend diskutierten die Hochschulpolitischen Sprecher von CDU (Wolfgang Beuß), GAL (Eva Gümbel), SPD (Dorothee Stapelfeld) und Die Linke (Dora Heyenn) über die präsidiale Nachfolge bei Schalthoff Live. (Link zum Videostream) Jedoch, ich traute meinen Augen und Ohren kaum; eine Diskussion geht anders. Eine solche Einigkeit unter diesen vier Parteien wird es vermutlich auf Jahrzehnte nicht mehr geben. Der Weggang Auweter-Kurtz war Konsens. Die Nachfolgefindung weitestgehend auch. Lediglich bei dem Thema Hochschulrat waren noch keine abschließenden Resultate zu erlangen. Zumindest ist das Thema jetzt schon mal auf dem Kabinettstisch.

Dennoch gibt es „alternative“ Positionen. In einem Artikel auf taz.de läßt sich erfahren, dass nicht nur der Hochschulrat das Vorgehen der Wissenschaftssenatorin bemängelt, sondern auch die notorischen Spaßbremsen vom ASTA melden sich zu Wort. Während ein Rücktritt von Auweter-Kurtz für den ASTA-Vorsitzenden Séverin Pabsch kein Thema war, hält er den Rücktritt der Wissenchaftssenatorin lau taz.de für „unabdingbar“. Ähnlich sieht es auch FDP-Bildungsexpertin Sylvia Canel.

(Liebe Studierende, der Juso-Asta ist vom RCDS ins Amt gebracht worden und fährt eine Linie mit der FDP. Während alle anderen hamburger ASTen sich am Bildungsstreik beteiligt haben, hat einzig der ASTA der Uni-Hamburg nicht nur nicht mitgewirkt, sondern sich dagegen ausgesprochen. Denkt mal drüber nach, ob sie studentische Interessen vertreten oder nur Danial Ilkanhipour in Sachen Machtgeilheit nacheifern ;))

Auf welt.de lesen wir dann auch noch vom deutschen Hochschulverband, der ebenfalls eine Einmischung der Politik in inneruniversitäre Angelegenheiten ablehnt. Ein Schelm wer an Besitzstandswahrung denkt.So sehr ich den Grundsatz ja verstehen kann, der dahinter steckt; Aussitzen und Ignoranz haben den Schlamassel erst angerichtet. Da halte ich es dann doch lieber mit dem Artikelschlusswort Stapelfelds:

“ jetzt müsse gefragt werden, welcher strukturelle Fehler bei der Besetzung des Amtes der Uni-Präsidentin gemacht wurde. „Der Hochschulrat sollte, so wie er zusammengesetzt ist, eine solche Wahl nicht treffen.“ Die Entscheidungsbefugnis habe bei einem Gremium gelegen, das sich an der Universität nicht auskenne.“

Bleibt zu hoffen, dass die Redakteure von fr-online.de am 26.06.2009 einfach nur Visionär waren, als sie schrieben:

„Der Hochschulrat der Uni hat ihr bis Sonntag Zeit gegeben, freiwillig aus dem Amt zu scheiden. Kommissarisch übernimmt bis Ende des Monats der Erste Vizepräsident die Hochschulleitung, der Philologe Holger Fischer. Ab Juli ist turnusgemäß die Kriminalistin und Zweite Vizepräsidentin Gabriele Löschper an der Reihe. Der Hochschulrat muss die Stelle dann international ausschreiben.“

~ von evolusin - 2009.Juli 2.

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