Wissen wir, was wir wissen sollen oder wissen wir, was wir wissen wollen?

Bereits vor zehn Jahren schrieb Jean-Francois Lyotard:

„Nehmen wir zum Beispiel an, eine Firma wie IBM sei berechtigt, einen Streifen im Orbitalfeld der Erde zu besetzen und darauf Kommunikationssatelliten und/oder Datenbanken zu plazieren. Wem werden sie zugänglich sein? Wer wird die verbotenen Daten oder Kanäle definieren? Wird es der Staat sein, oder wird dieser nicht vielmehr ein Benutzer unter anderen sein? Auf diese Weise werden neue Rechtsprobleme gestellt und durch sie die Frage: wer wird wissen?“

(„Das postmoderne Wissen – ein Bericht“, Passagen, Wien,1999)

Und heute? Wer weiß? Und wer weiß, was wir wissen? Wissen wir, was wir wissen sollen oder wissen wir, was wir wissen wollen?

Hier eine Doku, die sich in drei Teilen auf der Videoplattform YouTube befindet, und sich mit dem Unternehmen Google und seiner heutigen Relevanz beschäftigt. By the way, YouTube gehört übrigens auch Google😉

Das bei der Recherche aber nicht nur gegenüber privaten Unternehmen immer mal wieder etwas gesunde Bewußtmachung angeraten ist, sondern auch der Staat immer mal wieder Schindluder treibt, hab ich hier vor kurzem gepostet.

Aber nicht nur in Suchmaschinen werden Daten erhoben und gespeichert. Viel zu oft verraten wir völlig sorglos unsere Konsumgewohnheiten über Payback-Karten, unsere Kreditkartennummer an Amazon, oder stellen Zeugnisse wochenendlicher Exzesse in Social Networks zur Schau.

Um nicht missverstanden zu werden, ich habe auch schon Bücher bei Amazon bestellt, besitze einen StudiVZ-Account und recherchiere selbstverständlih auch mit Google, aber ein gesundes Bewußtsein für alle Risiken, die mit den Möglichkeiten einhergehen ist unerläßlich. Social Networks haben auch Datenschutz- und Privatsphäreneinstellungen, sie sind nur schwer zu finden. Die Rabatte, die man mit Payback und Co erzielen kann, sollte man einfach mal in Relation zu den Mehrkosten durch Markenbindung stellen. Zahlungen per Nachnahme oder Paypal sind auch mal einen Versuch wert. Und last but not least ist es ja schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, wenn man um die Observation weiß.

~ von evolusin - 2009.Juni 7.

2 Antworten to “Wissen wir, was wir wissen sollen oder wissen wir, was wir wissen wollen?”

  1. […] ich hier schon an anderer Stelle schrieb ist es also auch eine Frage der Aufklärung jedes Nutzers, bewußt […]

  2. […] Video knüpft etwas aktueller an dem hier […]

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