Afghanistan: Ein Schritt vor und zwei zurück

Immer wieder begegne ich in den Medien berichten über den Umgang der Taliban mit bildungswilligen Mädchen und Frauen in Afghanistan. Hier stellvertretend ein Sponartikel, der sich mit dem Thema auseinandersetzt.

Es ist mir nicht nachvollziehbar, wie eine Bevölkerungsgruppe so viel Energie darein investieren kann, sich künstlich in der Steinzeit zu verhaften. Nach verschiedene Besatzungen, Bürgerkrieg und dem Einmarsch der USA, hat das Land es sicherlich nicht nötig, jeglichen Ansatz von Entwicklung und Wiederaufbau im Keim zu ersticken. Frauen und Mädchen zu töten oder mit Säure zu überschütten, weil sie Lesen und Schreiben lernen wolen, weil sie das Land ihrer Ahnen wieder aufbauen wollen, weil sie ihrer Gesellschaft eine Perspektive geben wollen ist verachtenswert und mit keiner Religion dieser Welt zu rechtfertigen. So lange es in Afghanistan gelingt die Bildung zu unterdrücken, so lange hat dieses Land und die Leute in ihm keine Zukunft. Dies erkennen zu Glück auch die Menschen die dort leben.

Ein Beispiel aus dem Artikel, vor dem ich großen Respekt habe: „An der Mädchenschule von Quosh Tape nahm der Schulleiter, ein ehemaliger Mudschahidin-Veteran, das Schicksal seine Schule selbst in die Hand. Als die Taliban zum zweiten Mal in seine Klassenräume kamen und ihre Drohungen präsentierten, löste der Schulleiter die Sache auf afghanische Art: Im Kampf auf Leben und Tod, fuhr er die ungewünschten Besucher an, kenne er sich wesentlich besser aus als sie. Man könne dies auch gern gleich ausprobieren.

Die Drohung zeigte Wirkung: Die Mädchen in Quosh Tape jedenfalls gehen weiter zur Schule.“


~ von evolusin - 2009.Juni 2.

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