Tiere in Afrika

•2013.Juli 17 • Hinterlasse einen Kommentar

Dies ist ein Crosspost aus einem Praktikumsblog von mir.

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Leider war Fr. T. die letzte Woche meines Praktikums krank. Dies war insofern besonders unglücklich, da sie die Sachkundelehrerin ist. Bevor das Thema “Tiere in Afrika” nun aber abgeblasen wurde haben Fr. S. und ich die Köpfe zusammengesteckt und kompensiert so gut wir konnten. Am Donnerstag trommelten und sangen wir mit den Kindern das Afrika-Lied der Vorwoche um anschließend sangen wir mit den Kindern Hakuna Matata aus dem Film König der Löwen.

Für den Folgetag war Stationsarbeit geplant und Stationsarbeit haben wir gemacht. IMAG0554Als Übersicht über die Stationen und welches Kind welche bereits absolviert hat, habe ich diesen Plan erstellt, der das Smiley-Stempeln der Arbeitspläne beinhaltet.

Als Gruppen-/Sozialstation habe ich eine Memory-Spiel erstellt, welches die Anforderung an die Schüler_innen enthielt, Paarungen zu finden, obwohl die Bilder meistens nur gleiche Arten, aber nicht identische Bilder enthielten.Memory_Tiere in Afrika

Als Bastelstation habe ich dieses Arbeitsblatt entworfenBastelstation_Tiere in Afrika

Hier ein Screencapture der interaktiven und binnendifferenzierten SMART-Board Station die ich gemacht habe.

“Ich sehe was, was Du nicht siehst!” – Beobachtung

•2013.Juli 4 • Hinterlasse einen Kommentar

Dies ist ein Crosspost aus meinem ISP-Blog, welcher aus Datenschutzgründen nicht in Gänze öffentlich sein kann.

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“Indem wir andere sehen, können wir auch uns selbst einmal mit den Augen anderer sehen, damit das, was wir sein möchten, besser mit dem übereinstimmt, was wir tun.”

(M. Dehn “Zeit für die Schrift: Lesen und Schreiben lernen Bd. 1″ (2010); Cornelsen; Berlin; S. 23)

Da ich mich als Subjektwissenschaftler im Sinne der Kritischen Psychologie verstehe, kann es für mich nur eine Form der Beobachtung geben; die der Teilnehmenden Beobachtung, da sie “auf sozialen Beziehungen zwischen ForscherIn und den zu untersuchenden Menschen”[M1] basiert! Dies mag zwar das Risiko der Blinden Flecken in der Wahrnehmung bedingt durch eine zu große Nähe zum zu Beobachtenden führen, doch lässt sich dieses Risiko meiner Meinung nach durch ein stets kritisches Reflektieren der eigenen Perspektive relativieren. Vermeintlich objektive Beobachtungsverfahren wie vom “ISB – Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung – Qualitätsagentur”, welches einen “Beobachtungsbogen für den Unterrichtsbesuch” (PDF) anbietet, der ein klassisch, quantitatives Ranking im Spektrum 1 – 5 bzw. “trifft überhaupt nicht zu” bis “trifft vollständig zu” zur Einschätzung “ob und in welcher Intensität [...] Qualitätsmerkmale in der besuchten Unterrichtsstunde vorkommen” verwendet haben meiner Ansicht nach bereits in der Konzeption einen Fehler.

„Die Standortgebundenheit und Perspektivität sind Grundtatbestände der Beziehung des wahrnehmenden Subjekts zur welt und deswegen real unaufhebbar.“ [M1]

So bietet zum Beispiel der  Bildungsserver Hessen einen Beobachtungsbogen für den Unterricht (PDF), der Orientierung und Denk-/Beobachtungsanstöße bietet und trotzdem alle Freiheiten gewährt, aber weder thematisiert, welche Relevanz die Felder für die Genderstruktur der Klasse haben sollen, noch was eine Verhaltensauffälligkeit sei. Viele der dort angebotenen Aspekte finden sich unformalisiert in meinen Tagebucheinträgen wieder, aber mir ist bewußt, dass

  • die Zuordnung, ob ein Verhalten als auffällig beurteilt wird oder nicht, von mir als Beobachtenden abhängt
  • ein und das selbe Verhalten von einem Kind möglicherweise als störend, von einem anderen hingegen nicht empfunden wird
  • auch intrasubjektiv ein identisches Verhalten zu unterschiedlichen Zeitpunkten und/oder an unterschiedlichen Orten verschiedene Bewertungen erfahren kann

Auch der “Beobachtungsbogen zum Rollenverhalten von Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern im Unterricht” (PDF) dess “FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht” bietet Kategorien von Lehrerpersönlichkeiten zur Orientierung an und droht so zu verwässern, dass jeder Lehrer als gesamte Persönlichkeit immer eine Schnittmenge verschiedener Kategorien, erweitert um nicht kategorial erfasste Aspekte, ist. Konkret zuordnen ließen sich bestenfalls einzelne Handlungen in spezifischen Situationen, wobei auch hier aus einer reinen Außenbeobachterposition die Einschätzung der subjektiven Bedeutsamkeit für die Beteiligten Rollen, mehr als schwierig sein dürfte.

Gerade hier liegt meiner Meinung nach das Potential der Teilnehmenden Beobachtung, da sie sich “keineswegs auf mehr oder weniger passive Handlungen beschränkt”, sondern “immer auch Empathie, Einfühlen und Mitfühlen” (Hauser S. 38) anstrebt, was eine größtmöglichen Erkenntnisgewinn über die subjektive Bedeutsamkeit ermöglichen kann. Gerade unter der pädagogischen Prämisse die Hintergründe und Anlasse für Lernen, deren Wirkzusammenhänge und -prozessse untersuchen zu wollen, um dort konstruktiv anzuschließen halte ich für dringend geboten.

Damit lande ich wieder bei dem Eingangszitat von Mechthild Dehn. Was ich tun möchte ist im Austausch mit SuS deren subjektiv bedeutsame Lerngegenstände aufspüren und ihnen auf dem Weg der Aneignung so viel wie nötig und so wenig wie möglich Unterstützung bieten. Dem was ich gesehen habe zu Folge bin ich teilweise auf dem richtigen Weg. Dort wo ich gesehen habe, dass ich nicht tue, was ich tun möchte, reflektiere ich stets (auch) mich als Faktor und prüfe kritisch meine Handlungsalternativen.



[M1]Brigitta Hauser-Schäublin: Teilnehmende Beobachtung. In: Bettina Beer: Methoden und Techniken der Feldforschung. Reimer, Berlin 2003; S. 34

[M1]Klaus Holzkamp „Sinnliche Erkenntnis. Historischer Ursprung Und Gesellschaftliche Funktion Der Wahrnehmung“; Athenäum Verlag, Königstein/Ts., 1978; S.27

Mitmenschen – Mit Menschen reden statt über sie

•2012.Oktober 4 • Hinterlasse einen Kommentar

Wie vermutlich viele andere Menschen wurde ich auf Raúl Aguayo-Krauthausen das erste mal in einem Werbespot für einen Browser aufmerksam, in dem er seinerseits für sein Projekt wheelmap.org warb. Ich finde die Idee großartig und bewerbe sie seit dem in Fortbildungen für Personen, die im Rahmen des Hamburger Kulturschlüssels von Behinderung betroffene Menschen begleiten möchten. Stichwort: “Miteinander Füreinander” oder in Neudeutsch “It’s a win win situation”. Diesen sehenswerten TEDx-Talk zum Projekt band ich außerdem in meine Präsentation zum Osteogenesis Imperfecta Referat ein, wo es die soziale Spitze, der Bio-Psycho-Sozialen Einheit des Menschen nach Feuser (PDF 4.), und das Referat krönte. Hier zeigt sich auch bereits die Krux. Obwohl Krauthausen ein eloquenter Redner ist, sympathisch, unverkrampft und (selbst)ironisch im Auftritt, wurde ihm meine Aufmerksamkeit zunächst im Kontext einer biologischen Schädigung (im Feuserschen Sinne) zuteil. Nun kenne ich Hr. Krauthausen nicht persönlich, so dass ich nur von ihm, über ihn erzählen konnte. Noch ein Problem. Wünschenswert erscheint mir, dass der Mitbegründer von sozialhelden.de in erster Linie ausschlieslich aufgrund seines inspirirenden Wirkens Aufmerksamkeit erhält.

Jemand der das Dilemma der persönlichen Ukenntnis nicht mit mir teilt ist Johnny Heausler, der in seiner Spreeblicksendung auf FluxFM MIT Hr. Krauthausen sprach statt ÜBER ihn. Hier der Mitschnitt der Sendung:

Dort ist nämlich unter anderem das Über von Behinderung betroffene Menschen Reden Thema. Da weder Paralympics noch Gleichstellungsparagrafen von sich aus dazu führen, dass die mediale Darstellung von Behinderung Betroffener über das Sprichwort “Das Gegenteil von gut gemacht ist gut gemeint” hinauskommt, wird das Sozialheldenprojekt Leidmedien.de vorgestellt. Wenn schon über Betroffene reden dann wenigsten respektierlich und ohne Mitleid könnte hier als Zusammenfassung herhalten. Auch spricht Hr. Krauthausen über seine Entscheidung sich weiter in sozialen Projekten zu engagieren (und damit mein Eingangsproblem zu zementieren ;)) und ob er sich in der Anonymität des Netzes sich als nicht behindert erlebt. In jeglicher Hinsicht ein hörenswerter Radiobeitrag für Menschen mit Interesse an den skizzierten Themen, dem Bedürfnis/der Notwendigkeit Berührungsängste abzubauen und/oder Empathie zu entwickeln und all jene, die Einfach Radiosendungen mit interessanten Gesprächspartnern, Musik und Humor schätzen. Apropos Musik und Empathieausbildung, hier noch ein Song über Alltagsprobleme von RollstuhlfahrerInnen von Graf Fidi, der nicht nur einen Song für die Sozialhelden gemacht hat und damit in der Sendung gefeatured wurde, sondern, meiner ganz subjektiven Ansicht nach, Aufmerksamkeit für seine Musik verdient.

Über Kommentare, ob ich dem obigen Sprichwort selbst zum Opfer gafallen bin, inhaltliche Ergänzungen und konstruktive Kritik freue ich mich.

Urheberrechts Mathematik

•2012.März 26 • Hinterlasse einen Kommentar

There is no “Easy Way” – just your way

•2012.März 24 • Hinterlasse einen Kommentar

Ein schöner Kurzfilm des Columbianers Juan David Velasquez Bedoya über eine Analogie zum Leben. Ich poste ihn hier, da auch ich der Meinung bin, dass (gerade als Pädagoge) das Wichtigste im Leben ist seinen eigenen Weg zu gehen, da man meiner Ansicht nur dann authentisch ist. Und ich bin überzeugt, dass nur wenn man authentisch ist man wirklich gut sein kann in dem was man tut (und/oder besser als jemand der das Gleiche macht aber nicht dahinter steht).

Easy Way is the story of a man who, from childhood to adulthood, is prepared to follow a specific path. When he begins his travels, he discovers that it is more difficult than he thought. He decides to change course to a path that seems easier, but the travel is equally difficult – and he’s unprepared for this new challenge. (via catroonbrew)

Erziehender Sportunterricht & Genetisches-Lehren-Lernen

•2012.März 23 • Hinterlasse einen Kommentar

Wie in diesem Blog ja schon öfters geschehen, so handelt es sich auch bei diesem Artikel um eine dokumentierte Modulprüfung meines Studiums. In diesem Fall handelt es sich dabei um die Prüfung in dem Modul Vertiefung Fachdidaktik Sport im ersten Master-Semester. Gemeinsam mit drei Kommillitonen wurde ich vor dem Hintergrund des Seminars “41-64.404 Seminar Master Fachdidaktik BSS” bei Jonas Wibowo mündlich geprüft. Aufgabe war es eine maximal 15 minütige Präsentation zu einer selbstgewählten These im Rahmen des Seminars zu halten und diese in einer anschließenden 45 minütigen Diskussion zu verteidigen/erörtern. Auch wenn dieser Post die Live-Präsentation und erst recht nicht die Diskussion wiedergeben kann und will, so taugt er doch zumindest für einen Eindruck und einer groben Orientierung/einem Einstieg ins Thema. Nachstehend findet sich der Text unsereres Thesenpapiers und eine gevoicte Version unserer Prezi-Präsentation.

 Der Erziehende Sportunterricht wird als fachdidaktisches Konzept vorgestellt. Daraus resultiert,
dass wir auf die von Prohl beschriebene Vermittlungslücke in Verbindung mit diesem Konzept
näher eingehen.
Aus der Auseinandersetzung ergibt sich für uns die These, dass die Vermittlungslücke nur durch
das Lehrerhandeln geschlossen werden kann.
Hierzu machen wir den Vorschlag das Unterrichtskonzept des Genetischen-Lehrens-Lernens, mit
dem wir den Anspruch des Erziehenden Sportunterrichts als erfüllbar ansehen, zum schließen
dieser Lücke heranzuziehen.

Literatur:

  • Loibl, J. (2001): Basketball, Genetisches Lehren und Lernen, spielen –erfinden – erleben -verstehen (PDF nach dem Klick)
  • Möller, K. (2001) „Genetisches Lehren und Lernen – Facetten eines Begriffs“ (PDF nach dem Klick) in D. Cech, B. Feige, J. Kahlert, G. Löffler, H. Schreier, H.-J. Schwier, U. Stoltenberg (Hrsg.) „Die Aktualität der Pädagogik Martin Wagenscheins für den Sachunterricht“; Bad Heilbrunn: Klinkhardt (S. 15 – 30)
  • Prohl, R. (2004) „Vermittlungsmethoden – eine erziehungswissenschaftliche Lücke in der Bildungstheorie des Sportunterrichts“ in M. Schierz & P. Frei (Hrsg.) „Sportpädagogisches Wissen. Spezifik – Transfer – Transformationen“ ; Hamburg: Czwalina (S. 117–127)
  • Prohl, R. (2008): Erziehung mit dem Ziel der Bildung: Der Doppelauftrag des Sportunterrichts in Lange, H./Sinning, S. (Hrsg.) „Handbuch Sportdidaktik“; Balingen: Splitta (S. 40-53)
  • Prohl, R. (2012) „Der Doppelauftrag des Erziehenden Sportunterrichts“ in Scheid, V. & Prohl,R. (Hrsg.) „Sportdidaktik. Grundlagen, Lehrplan, Bewegungsfelder“ (1. Aufl.); Wiebelsheim,Hunsrück: Limpert (S. 70 – 91)

Danke noch mal an die Jungs. Die vorbereitenden Treffen und Diskussionen habe ich als sehr bereichernd, produktiv und konstruktiv empfunden. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie sehr wesentlich zum bestehen unserer Prüfung beigetragen haben.

Die Lehrer-Schüler-Kluft

•2012.März 19 • Hinterlasse einen Kommentar

“Offenbar gehen nicht-ideale Kinder in nicht-ideale Schulen, während die pädagogische Idealisierung ungebrochen ist.” (Jürgen Oelkers, 2004)

Dieser von Oelkers festgestellte Abstand zwischen Theorie und Praxis wird vermutlich früher oder später jedem Pädagogen auffallen. Noch größer wird der Abstand zwischen Lehrenden und Lernenden, wenn die Schulen nicht nur “nicht-ideal” sind, sondern möglicherweise katastrophal oder gleich ganz fehlen.

“… the best teachers and schools don’t exist where they’re needed most.”

Eine Möglichkeit ist es Schulen zu Kindern zu bringen, so wie das “School on Wheels” Projekt in den Slums von Hyderabad oder das ebenfalls in Indien agierende “Door Step School” Projekt.

Ob diese Projekte den aus Kalkutta stammenden und an der Newcastle University lehrenden “Professor of Educational Technology” Sugata Mitra beeinflusst haben ist mir nicht bekannt. Es darf aber wohl angenommen werden, dass er mit der Problematik vertraut war, dass (indische) Slum-Schulen “nicht-ideal” aka. abwesend sind.

Mitra begann vor diesem Hintergrund mit dem “Hole in the wall”-Experiment. Was sich mit seiner Aussage

“A teacher that can replaced by a machine; should be!”

ganz gut zusammenfassen lässt.

Seine zweite Erkenntnis,

“If children have interest – education happens!”

ergänzt die erste unter den gegebenen ganz gut.

Zwei großartige Ideen hat er in diesem Rahmen bereits umgesetzt. Die erste trägt den fantastischen Namen Grannycloud versehen. Via Skype bringen Grannys indischen Kindern (u. a.) Englisch bei. Die zweite Idee sind die so genannten Self Organizing Learning Environments. Beide werden in dem zweiten eingebundenem Video vorgestellt. Anzusehen lohnen sich beide, wenn nicht mehr. Denn wie bemerkte Mitra hinsichtlich zweier Kinder aus einem seiner Projekte:

“They wanted to be footballers before. After seeing eight TED-Talks he wanted to become Leonardo Da Vinci.”

 
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